Einführung

Es freut mich sehr, nach Ben Vautier und Att Poomtangon einem weiteren internationalen Künstler eine Einzelausstellung zu widmen, bei dem „Kunst ist Leben – Leben ist Kunst“ zutrifft.
Das salonartige Galerieformat mit Ihnen und den KünstlerInnen dient in einem privaten Rahmen als gegenseitige Entdeckungsplattform.

Herzlich willkommen zu einer amalgamierenden Ausstellung

Jean-Claude Y. Maier

Wer sich dem Werkkomplex von Theo Altenberg nähert, lernt eine Bildwelt kennen, die einen intensiven Lebensweg widerspiegelt.

Schon früh begegnete er Zeitgenossen, die heute als Künstler Weltruf genießen.
Dazu gehören Joseph Beuys, Nam June Paik, Dieter Roth, Maria Lassnig, Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch,  A.R.Penck,  Annelies Strba, Albert Oehlen und Paul McCarthy. Persönlichkeiten, mit denen er über Jahre hinweg einen intensiven Austausch pflegte, teilweise eng zusammenarbeitete
und sich mit vielen kritischen Fragen zur Gegenwartskunst auseinandersetzte.
Das Mitwirken in diesem potenten intellektuellen Umfeld setzte Theo Altenberg in überraschend neue und eigenständige Ausdrucksformen um und entwickelte daraus eine spannungsgeladene Malerei. Eine Malerei, die inzwischen ein inspirierendes, brach gebliebenes Feld innerhalb der
zeitgenössischen Kunst besetzt.

http://www.schirn.de/magazin/interviews/interview_theo_altenberg_wiener_aktionismus_richard_gerstl/

Biografie

Geboren 1952 in Mönchengladbach
1970 -73 Studium Werkkunstschule Krefeld
Lebt und arbeitet in Berlin

1973 – 75: Kommune Praterstrasse, Wien

1977 – 1980: Performances und Video works
Kollaboration mit Nam June Paik

1980 – 1983 Aktion 7000 Eichen Joseph Beuys
Kollaboration mit Joseph Beuys, Johannes Stüttgen, Rhea Thönges und FIU

1983 – 1992: Initiator und Kurator der Sammlung Wiener Aktionismus
Kollaboration mit Günter Brus, Otto Muehl und Hermann Nitsch

1984 – 1987: Hauptdarsteller in Filmproduktionen:
Vincent Van Gogh in “Vincent”, Pablo Picasso in “Pablo Picasso”
Richard Gerstl in “Back in fucking Cambridge”, Andy Warhol in
“Andy´s Cake”

1986 – 1994: Projekte “Atelier del Sur” (Artists in Residence),
Albert Oehlen, A.R.Penck, Annelies Strba, Herbert Brandl
“La Travesia” (500 years after Christopher Colon) La Gomera, Spanien
Kollaboration mit Harald Szeemann

1987 – 1998 Spracharbeiten / Stickbilder
Kollaboration mit Margarete Altenberg (Mutter des Künstlers)

seit 1988 “FORSCHUNGSLABORATORIUM” Malerei

2002: “ELF ZU 0” Photographie Video Sprache,
Museum Abteilberg, Mönchengladbach
“St.PetriSchnee” Migros Museum, Zürich

2004 Salon des Dependants, Vienna
mit Djuna Lou Finidee und Karl Goldblat
Le Plaisir, Peinture 1998 – 2004

2010 Galerie Krinzinger, Wien
FAT OR GAS Photographie Malerei

2013 POST Malerei Berlin – Wien
Altenberg Brandl Dokoupil Graf Plavcak
kuratiert von Stefan Bildner und Reiner Opoku

2014 MUTTER MUND VATER LAND Volksbühne Berlin
Kollaboration mit Burnt Friedman

2015 EXISTENZ PALAST Volksbühne Berlin
mit Günter Brus, Barbara T. Smith und Paul McCarthy
VOLK OHNE BÜHNE Text Installation mit Karl Goldblat
„VAN GOGH Revisited” Malaktion/Rauminstallation mit Paul McCarthy

2016 VAIGHT Volksbühne Berlin
4 Kanal Video Sound Installation
Kollaboration mit Djuna Lou Finidee, Konstantin von Sichert und Lukas Taido